Ich weiß, dass ich nichts weiß

Dieser Satz: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, wird dem Philosophen Sokrates zugeschrieben. Dieser einfache Satz des Sokrates hat die europäischen Denker aller Epochen zu heftigen Gedanken und Spekulationen veranlasst. Und das, obwohl Sokrates diesen Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ so wohl nie gesagt hat. Zumindest ist der Satz genau so nicht von ihm überliefert. Aber das macht auch nichts, denn etwas Ähnliches sagte er schon; das soll uns hier genügen.

Bemerkenswert ist übrigens: Sokrates wurde, so die Legende, aufgrund seiner Erkenntnis „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, vom Orakel von Delphi zum weisesten aller Menschen erklärt.

Sokrates Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ in der Sinntherapie

Für uns, in der Sinntherapie, hat Sokrates Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, eine ganz herausragende Bedeutung. Für die Sinntherapie umgeformt lautet Sokrates Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“:

Ich weiß, dass ich den Sinn meines Lebens nicht kenne

Denn, auch wenn sich das jetzt paradox anhören mag, gilt:  Nur wenn wir davon ausgehen, den Sinn unseres Lebens nicht zu kennen oder noch nicht zu kennen, sind wir dazu in der Lage, unverstellt nach dem Sinn unseres Lebens, unserm Lebenssinn, zu suchen. Und in dieser Suche nach dem Sinn des Lebens sind wir dem Sinn unseres einzigartigen Lebens viel, viel näher, als wir uns das spontan überhaupt vorstellen können.

Der Nutzen des Nichtwissens

Aber selbst, wenn wir nicht intensiv nach dem Sinn unseres Lebens suchen (…­warum eigentlich nicht?), sind wir doch viel, viel besser dran, wenn wir sagen können: „Ich weiß, dass ich den Sinn meines Lebens nicht kenne,“ als wenn wir glauben würden, den Sinn unseres Lebens zu kennen und dabei dann irgendeinem Blödsinn aufsitzen. Ohne dabei überhaupt zu wissen oder zu ahnen, dass wir einem Blödsinn aufsitzen und diesen Blödsinn für das Allerhöchste, den Sinn in unserem Leben, halten.

Du siehst also: Sokrates Satz: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, besagt keineswegs, dass Sokrates dumm war und von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte. Und auch wir, wenn wir diese Haltung: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ in unsere Sinntherapie übernehmen, sind deswegen keineswegs dumm. Sondern, im Gegenteil, ziemlich clever und schlau!

Freiheit durch Sokrates „Ich weiß, dass ich nichts weiß“

Nicht zuletzt: Nur wenn wir davon ausgehen, den Sinn unseres Lebens nicht zu kennen oder noch nicht zu kennen, besitzen wir überhaupt die Freiheit, unverstellt nach dem Sinn unseres Lebens zu suchen! Denn wer glaubt, etwas zu wissen (ganz egal, was es ist), der wird sich ja nicht ernsthaft auf die Suche nach einem Wissen machen, das er ja schon zu besitzen glaubt. Oder nicht? Und so wird er unfrei weiter einem fehlerhaften Wissen, einem Irrtum, in der wichtigsten Frage des Lebens aufsitzen. So wird er wahrscheinlich, wenn ihn nicht ein guter Gott rettet (Sokrates), mit seinem ganzen Leben in die Irre rennen.

Dieses zu vermeiden, ist die Aufgabe der SINNTHERAPIE. Und Aufgabe der SINNTHERAPIE ist es auch, Dich wieder auf Deinen Weg zu bringen. Falls Du Dich mal verlaufen haben solltest.

Es lebe das Wissen vom Nichtwissen!
Es lebe das Wissen vom Sinn!

Dr. Michael Gutmann, Berlin
Dein Sinntherapeut,
Sinn-Berater, Sinn-Mentor, Sinn-Coach


"SINNTHERAPIE