Ich weiß, dass ich nichts weiß

SINNTHERAPIE – Dr. GUTMANN | Sokrates Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ schenkt uns in der Sinntherapie die Freiheit zur Suche nach dem Sinn unseres Lebens

Ich weiß, dass ich nichts weiß

Dieser Satz: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, wird dem Philosophen Sokrates zugeschrieben. Dieser einfache Satz des Sokrates hat die europäischen Denker aller Epochen zu heftigen Gedanken und Spekulationen veranlasst. Und das, obwohl Sokrates diesen Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ so wohl nie gesagt hat. Zumindest ist der Satz genau so nicht von ihm überliefert. Aber das macht auch nichts, denn etwas Ähnliches sagte er schon; das soll uns hier genügen.

Bemerkenswert ist übrigens: Sokrates wurde, so die Legende, aufgrund seiner Erkenntnis „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, vom Orakel von Delphi zum weisesten aller Menschen erklärt.

Sokrates Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ in der Sinntherapie

Für uns, in der Sinntherapie, hat Sokrates Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, eine ganz herausragende Bedeutung. Für die Sinntherapie umgeformt lautet Sokrates Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“:

Ich weiß, dass ich den Sinn meines Lebens nicht kenne

Denn, auch wenn sich das jetzt paradox anhören mag, gilt:  Nur wenn wir davon ausgehen, den Sinn unseres Lebens nicht zu kennen oder noch nicht zu kennen, sind wir dazu in der Lage, unverstellt nach dem Sinn unseres Lebens, unserm Lebenssinn, zu suchen. Und in dieser Suche nach dem Sinn des Lebens sind wir dem Sinn unseres einzigartigen Lebens viel, viel näher, als wir uns das spontan überhaupt vorstellen können.

Der Nutzen des Nichtwissens

Aber selbst, wenn wir nicht intensiv nach dem Sinn unseres Lebens suchen (…­warum eigentlich nicht?), sind wir doch viel, viel besser dran, wenn wir sagen können: „Ich weiß, dass ich den Sinn meines Lebens nicht kenne,“ als wenn wir glauben würden, den Sinn unseres Lebens zu kennen und dabei dann irgendeinem Blödsinn aufsitzen. Ohne dabei überhaupt zu wissen oder zu ahnen, dass wir einem Blödsinn aufsitzen und diesen Blödsinn für das Allerhöchste, den Sinn in unserem Leben, halten.

Du siehst also: Sokrates Satz: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, besagt keineswegs, dass Sokrates dumm war und von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte. Und auch wir, wenn wir diese Haltung: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ in unsere Sinntherapie übernehmen, sind deswegen keineswegs dumm. Sondern, im Gegenteil, ziemlich clever und schlau!

Freiheit durch Sokrates „Ich weiß, dass ich nichts weiß“

Nicht zuletzt: Nur wenn wir davon ausgehen, den Sinn unseres Lebens nicht zu kennen oder noch nicht zu kennen, besitzen wir überhaupt die Freiheit, unverstellt nach dem Sinn unseres Lebens zu suchen! Denn wer glaubt, etwas zu wissen (ganz egal, was es ist), der wird sich ja nicht ernsthaft auf die Suche nach einem Wissen machen, das er ja schon zu besitzen glaubt. Oder nicht? Und so wird er unfrei weiter einem fehlerhaften Wissen, einem Irrtum, in der wichtigsten Frage des Lebens aufsitzen. So wird er wahrscheinlich, wenn ihn nicht ein guter Gott rettet (Sokrates), mit seinem ganzen Leben in die Irre rennen.

Dieses zu vermeiden, ist die Aufgabe der SINNTHERAPIE. Und Aufgabe der SINNTHERAPIE ist es auch, Dich wieder auf Deinen Weg zu bringen. Falls Du Dich mal verlaufen haben solltest.

Es lebe das Wissen vom Nichtwissen!
Es lebe das Wissen vom Sinn!

Dr. Michael Gutmann, Berlin
Dein Sinntherapeut,
Sinn-Berater, Sinn-Mentor, Sinn-Coach


"SINNTHERAPIE


Der Sinn des Lebens und der Biss eines Hundes

SINNTHERAPIE - Dr. GUTMANN | Der Sinn des Lebens und der Biss des Hundes

Der Sinn des Lebens und der Biss eines Hundes

Was könnte der Sinn des Lebens mit dem Biss eines Hundes gemeinsam haben?

Die Antwort ist: Gemeinsam sind dem Sinn des Lebens und dem Biss eines Hundes der Genitivus Subjektivus und der Genitivus Objektivus; der Genitiv des Subjektes und der Genitiv des Objektes!

Bitte keine Sorge! Hier geht es um den Sinn den Lebens, um Sinnsuche und Sinnfindung; nicht um Sprachgrammatik. Dennoch müssen wir dem Biss des Hundes einige Aufmerksamkeit schenken, wenn wir den Sinn des Lebens verstehen wollen.

Beißen oder gebissen werden – das ist hier die Frage

Wer oder was wurde denn hier gebissen?

„Der Biss des Hundes“ kann zum Beispiel bedeuten:

  • Ein Kind wurde von einem Hund gebissen und hat jetzt eine Bisswunde, oder
  • Der Hund wurde gebissen, zum Beispiel von einer Schlange, und hat jetzt Schmerzen

Beim Biss des Hundes beißt also einmal der Hund (Genitiv des Subjektes Hund) und das andere Mal wird der Hund gebissen (Genitiv des in diesem Fall Objektes Hund).

Der Sinn des Lebens und der Lebenssinn

Wenn wir uns die Frage nach dem Sinn des Lebens oder dem Sinn unseres Lebens stellen und zu einer klaren Antwort kommen wollen – und natürlich wollen wir das – müssen wir ähnlich genau vorgehen.

„Der Sinn unseres Lebens“ (auch hier haben wir genau dieselben Genitive) kann also bedeuten,

  • dass es einmal das Leben selbst ist, das den Sinn besitzt und verleiht (das Leben „beißt“) oder
  • dass es das andere mal wir sind, die unserem Leben seinen Sinn verleihen (das Leben wird von uns gebissen)

Einmal erhalten wir also den Sinn unseres Lebens durch eine Vorgabe von außen, dem Leben selbst; das andere Mal sind wir selbst es, die unserem Leben Sinn verleihen.

Subjektiver oder objektiver Sinn des Lebens

Wir können auch sagen: Einmal ist der Sinn des Lebens objektiv (allgemeingültig, von außen vorgegeben) das andere Mal ist der Sinn des Lebens subjetiv, von uns selbst bestimmt und von uns selbst vorgegeben.

Nun gibt es je nach Denk- oder Glaubensströmung immer wieder Streit darüber, ob der Sinn des Lebens nun etwas Subjektives oder etwas Objektives sei.

Meines Erachtens gibt es sowohl einen objektiven Sinn des Lebens, einen Sinn also, der uns von außen, vom Leben selbst verliehen wird, als auch einen subjektiven Sinn des Lebens, einen Sinn also, den wir selbst unserem Leben verleihen.

Um mit diesen zweierlei Arten von Sinn nicht durcheinander zu geraten, spreche ich meistens beim objektiven Sinn vom „Sinn des Lebens“ und beim subjektiven Sinn vom „Sinn Deines Lebens“ oder vom „Sinn meines Lebens“ und oft ergänze oder ersetzte ich den subjektiven Sinn des Lebens durch den Begriff „Lebenssinn“.

Fazit über den Sinn des Lebens

Das Fazit ist meines Erachtens: Vieles vom Sinn unseres Lebens ist uns von „außen“, von der Natur, vom Leben selbst vorgegeben, dem wir uns fügen müssen, das wir auch nicht groß verändern können. Vieles vom Sinn unseres Lebens liegt aber auch in unserer Macht, unterliegt unserer Verantwortung und unserer Selbstbestimmung.

Machen wir das Beste daraus!

Dr. Michael Gutmann, Berlin
Dein Sinn-Mentor, Sinn-Berater, Sinntherapeut

 


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